Wohin das ÖH‑Budget 2023/24 geflossen ist
- Ausgaben gesamt
- 3,94 Mio. €
- pro Tag
- 10.806 €
So viel hat die Bundesvertretung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft in einem Jahr ausgegeben. Hier siehst du, woher das Geld kommt, wofür es verwendet wurde und was du davon hast.
Visualisierung powered byWoher das Geld kommt
Alle Studierenden zahlen jedes Semester den ÖH-Beitrag, 2023/24 waren das 22,70 €. Wie er sich aufteilt, hängt davon ab, wo du studierst:
- 18,48 € an deine HochschulvertretungBleibt an deiner Hochschule, für Beratung, Referate und Projekte vor Ort.
- 3,52 € an die BundesvertretungDas Budget auf dieser Seite: 16 % des Beitrags ohne Versicherung.
- 0,70 € für die ÖH-VersicherungEigener Sonderbeitrag für die Versicherung aller Studierenden.
- 20,90 € an deine HochschulvertretungBleibt an deiner Hochschule, für Beratung, Referate und Projekte vor Ort.
- 1,10 € an die BundesvertretungDas Budget auf dieser Seite: 5 % des Beitrags ohne Versicherung.
- 0,70 € für die ÖH-VersicherungEigener Sonderbeitrag für die Versicherung aller Studierenden.
Von 100 Euro gehen …
Jedes Kästchen steht für 1 € von 100 € Ausgaben.
- 29 € SachaufwendungenLaufende Kosten: Büro, Medien, Sitzungen, Prüfung.
- 26 € PersonalaufwandGehälter für die Angestellten im ÖH-Büro.
- 17 € ProjekteBeratung, Tutorien und Förderungen.
- 13 € SozialfondsDirekte Hilfe für Studierende in Notlagen.
- 9 € FunktionsgebührenAufwandsentschädigung für gewählte Studierende.
- 6 € SonstigesHonorare, Mitgliedsbeiträge, Wertverlust.
Die 6 Bereiche
Wähle einen Bereich, um zu sehen, woraus er besteht.
Personalaufwand
1.027.914 € 26 % des Budgets · ≈ 2.816 € pro TagGehälter und Sozialabgaben für die Angestellten der Bundesvertretung, etwa in Beratung, Buchhaltung und Sekretariat.
Funktionsgebühren
352.933 € 9 % des Budgets · ≈ 967 € pro TagStudierende, die im Vorsitz oder in einem Referat mitarbeiten, bekommen eine monatliche Aufwandsentschädigung.
Sachaufwendungen
1.123.224 € 28 % des Budgets · ≈ 3.077 € pro TagAlles, was für den laufenden Betrieb gekauft wird: Büro, Druck und Versand, das Magazin Progress, Sitzungen, Versicherungen, Wirtschaftsprüfung und ein großes Sammelkonto.
Sozialfonds
519.371 € 13 % des Budgets · ≈ 1.423 € pro TagGeld, das direkt an Studierende in finanziellen Notlagen geht, dazu Sonderunterstützungen, Krisenhilfen und der HPV Fördertopf.
Projekte
680.623 € 17 % des Budgets · ≈ 1.865 € pro TagAngebote für Studierende und Schüler*innen: Tutorien, Maturant*innenberatung an Schulen, psychologische Beratung, Wohnrechtsberatung und Förderungen für studentische Projekte.
Sonstiges
240.015 € 6 % des Budgets · ≈ 658 € pro TagWerkverträge und Honorare, Mitgliedsbeiträge in Verbänden und Abschreibungen, also der Wertverlust von Computern, Einrichtung und dem E-Voting-System.
Was dein Beitrag möglich macht
Konkrete Angebote mit den tatsächlich ausgegebenen Beträgen. Wähle ein Thema, um zu filtern.
Finanzielle Unterstützung für Studierende in sozialen Notlagen.
Tutorien und Seminare, in denen Studierende Erstsemestrige begleiten.
Studierende besuchen Schulen in den Bundesländern und beraten zur Studienwahl.
Psychologische Beratung für Studierende.
Das Magazin der ÖH, gedruckt (kostenloses Abo) und online.
Teilweise Rückerstattung selbst bezahlter HPV-Impfungen für Studierende.
Eigener Posten im Bereich des Sozialfonds.
Hilfe bei Mietverträgen, Kaution und Schulden.
Anwaltliche Beratung und Prozesskosten für Studierende in Fällen mit Bedeutung über den Einzelfall hinaus.
Schüler*innen besuchen gemeinsam mit Studierenden Lehrveranstaltungen.
Dokumentarfilm und Broschüre zur faschistischen Geschichte der österreichischen Hochschulen.
Förderung feministischer Arbeiten und queerer Forschung.
Seminare für Studierende zu Antifaschismus, Rechtsextremismus und Erinnerungskultur.
Projekte des feministischen und des queeren Referats.
Laufende Arbeit des Referats für Umwelt- und Klimapolitik.
Studierende wirken an der Qualitätssicherung von Studiengängen mit.
Veranstaltungsreihe an Hochschulen mit SOS Balkanroute zu Flucht und der Lage an den EU-Außengrenzen.
Schulungen zu queerer Sexualität für zukünftige Lehrer*innen.
Geld für klimafreundliche studentische Initiativen.
Kostenlose telefonische Anlaufstelle der ÖH für Studierende in psychischen Krisen (ÖH Helpline).
Fördertopf für Projekte von Heimvertretungen in Studierendenwohnheimen.
Studien- und Gedenkreisen für Studierende, etwa zu Gedenkstätten an NS-Verbrechen.
Was das Budget nicht verrät
Die ÖH wird zum großen Teil aus dem Pflichtbeitrag aller Studierenden bezahlt. Gerade deshalb muss nachvollziehbar sein, wofür jeder Euro ausgegeben wird.
Die sechs größten Posten
Quer über alle Bereiche, nach Betrag sortiert.
11,1 % des Budgets ohne Erklärung
2023/24 wurden 438.678 € auf das Konto „Sonstiger Verwaltungsaufwand (Sammelkonto)“ gebucht, 1,1-mal so viel wie der gesamte Sozialfonds und 9 % weniger als im Vorjahr. Wofür das Geld ausgegeben wurde, steht nicht im Jahresabschluss.
Balken: Anteil aller Ausgaben ohne Erklärung: Sammelkonto ohne Aufstellung im Bericht, bzw. „sonstiges“ in der Aufstellung.
Logos: Exekutive beim Erstellen des Jahresabschlusses (Juli bis Dezember nach dem Wirtschaftsjahr).
So sah die Aufstellung 2020/21 aus
| sonstiges | 135.957 € |
| E-Voting-System (eWas) | 108.831 € |
| ÖH-Wahl | 100.353 € |
| Lizenzen | 7.551 € |
| Projekte | 6.081 € |
| Corona | 5.030 € |
| Küche / WC | 1.955 € |
| Werbung | 1.113 € |
| Instandhaltung | 1.023 € |
| Schulung | 865 € |
| Sitzung | 343 € |
| Summe | 369.103 € |
Selbst diese Aufstellung enthielt einen Posten „sonstiges“ mit 37 % des Kontos.
- Wir fordernDie Aufstellung des Sammelkontos gehört in den Anhang des Jahresabschlusses, wie bis 2020/21.
- Wir fordernGroße Ausgaben wie ÖH-Wahl, E-Voting oder psychologische Beratung brauchen eigene Konten.
- Wir fordernBudget und Buchhaltung müssen dieselben Bezeichnungen verwenden, damit man geplante und tatsächliche Ausgaben vergleichen kann.